Blog über Architektur- und Designpsychologie

Gestalten wir natürlich!

Iteratives Design ist für erfahrene Designer nichts Neues mehr. Gutes Design sollte jedoch nicht nur im Entstehungsprozess seine Umwelt berücksichtigen, sondern auch, wenn es bereits existiert.

Iteratives Design ist für erfahrene Designer nichts Neues mehr. Design sollte jedoch nicht nur im Entstehungsprozess seine Umwelt berücksichtigen. Ein modernes Design sollte flexibel auf seine Umwelt reagieren. Ich möchte euch gerne mein Verständnis von gutem Design beschreiben, das ich Natural Design nenne.

Der Status Quo

Klassisches Produkt-Design ist ein linearer Prozess, der deshalb häufig auch als Wasserfall-Ansatz (engl. waterfall approach) bezeichnet wird. Genau wie bei einem Wasserfall springt der Designer dabei von einer Stufe zur nächsten – idealerweise natürlich aufwärts statt abwärts. Der Designer fängt damit an, ein Problem zu definieren, geht der Fragestellung durch Nachforschungen genauer auf den Grund, entwickelt mögliche Lösungen und setzt dann eine davon um. Diese Herangehensweise kann durchaus noch weitere Stufen beinhalten. Maßgeblich ist, dass die Lösung schrittweise verbessert wird.

Dieser Ansatz wurde schon zur Genüge und mit einiger Berechtigung kritisiert, deshalb möchte ich die einzelnen Punkte hier nicht noch einmal wiederholen. Als Antwort auf die Kritik hat sich ein menschen-zentriertes, iteratives Design als Alternative entwickelt und ist heute weit verbreitet.

How rigid should good design be?

Wie starr sollte gutes Design sein?

Iteratives Design

Modernes Design folgt also nicht einem linearen Prozess, sondern wird in der Regel iterativ durchgeführt: Der Designer wiederholt einzelne Stufen des Design-Prozesses je nach dem, welchen Reifegrad er (oder sie) mit der aktuellen Lösung erreicht hat. Es wird nicht unbedingt direkt am finalen Ergebnis gearbeitet. Stattdessen führen mehrere Ansätze und Versuche dorthin. Im Design Thinking werden diese Schritte als Spaces (dt. Räume) bezeichnet um zu betonen, dass es auch keine vordefinierte Abfolge gibt, in der die unterschiedlichen Methoden angewendet werden sollen.

Sollte ein Designer beispielsweise mit einem Prototypen zu entscheidenden, neuen Erkenntnissen gelangen, kann er jederzeit in eine andere Projektphase übergehen und etwa erneute Nachforschungen anstellen oder am Grundkonzept arbeiten. Grundsätzlich könnte eine Entwicklungsstufe im Wasserfall-Ansatz natürlich ebenfalls mehrfach durchlaufen werden. Es gibt jedoch zwei wichtige Unterschiede zwischen beiden Herangehensweisen, die das erschweren.

Der erste bezieht sich auf die Grundhaltung des Designers: Bei der Entwicklung einer Lösung denkt er nicht in abgegrenzten Arbeitsschritten, sondern hat stets alle Aspekte von der Problemdefinition bis zur Auslieferung und Betreuung des fertigen Produkts im Hinterkopf. Jeder Bestandteil der anvisierten Lösung ist grundsätzlich umkehrbar und veränderlich. Dadurch kann es gelegentlich eine echte Herausforderung sein, bestimmte Entscheidungen irgendwann einmal auch als final anzusehen, um sich nicht im Kreis zu drehen.

Der zweite Unterschied ist ein organisatorischer. Um im Design-Prozess vielfache Iterationen durchführen zu können, sollten die einzelnen Aktivitäten so kurz wie möglich gehalten werden. Im Design Thinking etwa dauert ein Brainstorming häufig nur zehn Minuten, was für Menschen, die mit der Methode nicht vertraut sind, gar nicht so leicht sein kann. Häufig sind dann schon fünf Minuten verstrichen, ehe jeder einen Zettel und einen Stift in der Hand hält, um seine Ideen aufzuschreiben.

Die Sache ist aber: Erfahrungsgemäß finden viele Projekte in der Praxis unter großem Zeitdruck statt. Die Zeit, die etwa für das Design eines Interfaces oder Produkts zur Verfügung steht, ist ohnehin ziemlich kurz. Die Möglichkeiten iterativ zu designen sind deshalb oft begrenzt. Zudem haben Arbeit- bzw. Auftraggeber häufig nur wenig Verständnis dafür, dass ein Produkt noch einmal in eine neue Design-Schleife gehen soll, wenn es zuvor bereits weitgehend fertiggestellt zu sein schien. Selbst wenn diese Lösung sehr schnell erstellt wurde, kann es wie eine Verschwendung von Zeit und Ressourcen wirken, sie noch einmal zu überarbeiten. Das soll nun nicht heißen, dass iteratives Design keine Vorteile bringen würde. Ganz im Gegenteil, es macht sogar sehr viel Sinn. In vielen Situation bleibt es aber leider eine Idealvorstellung.

Menschen-zentriertes Design

Eine anderer wichtiger Aspekt bei modernen Design-Ansätzen ist, dass die Lösungsentwicklung menschen-zentriert (engl. human-centered) ablaufen soll. Mit anderen Worten soll die Lösung auf den Bedürfnissen und Meinungen der Menschen aufbauen, die das Produkt später nutzen sollen. Um das zu erreichen, kann der Designer Interviews durchführen und durch das Testen von Prototypen so häufig wie möglich Rückmeldung zu seinem Design einholen.

Design ist wohl schon immer zu einem gewissen Grad menschen-zentriert gewesen. Andernfalls hätte eine Tasse keinen Griff, an dem ein Mensch sie in der Hand halten kann, und die Stufen einer Treppe wären womöglich so hoch, dass niemand sie je erklimmen kann. Natürlich hatten die Designer hierbei die späteren Nutzer im Kopf. Warum benötigen wir also spezielles menschen-zentriertes Design? Dafür gibt es wahrscheinlich einige gute Gründe.

Zum einen hat sich unsere Gesellschaft extrem spezialisiert: Menschen üben spezifische Berufe aus und haben Hobbys, die eine andere Person ohne ihr Wissen und ihre Erfahrungen nicht ebenso tun könnte. Das hat uns ermöglicht Maschinen, Werkzeuge, Fahrzeuge, Serviceleistungen, Mode, Literatur und vieles mehr zu kreieren, die jeder für sich ebenfalls extrem anspruchsvoll sind. Das macht sie zugleich aber auch komplex. Der Nutzer eines Produkts oder eines Services weiß und versteht nicht alles, was der Designer, Programmierer, Ingenieur oder Theater-Regisseur weiß und versteht. Aus diesem Grund ist es inzwischen sehr schwierig geworden etwas zu entwerfen, das andere Menschen leicht konsumieren oder verwenden können.

Menschen-zentriertes Design kann helfen, die Fähigkeiten, das Wissen und die Erwartungen der Zielgruppe zu begreifen. Weicht ein Design hiervon ab, kann es durch Usability Tests oder User Tests optimiert werden. So gibt es viele gute Möglichkeiten, ein Auto zu gestalten. Verschiedene Fahrer haben aber unterschiedliche Anforderungen, weshalb nicht jedes Auto für jeden Fahrer optimal geeignet ist.

Ein weiterer Grund ist, dass durch die Globalisierung auch der Wettbewerb zugenommen hat. Für den Nutzer bringt dieser Wettbewerb vor allem Vorteile mit sich: Er kann zwischen verschiedenen Anbietern wählen. Anbieter sind daher dazu angehalten, Produkte und Dienstleistungen mit einem möglichst guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu entwickeln. Sie müssen also ständig bemüht sein, Kosten zu reduzieren und die Qualität ihrer Produkte zu steigern. Für gute Qualität gibt es ganz unterschiedliche Kriterien. Ein Produkt mit völlig neuen Funktionen kann beispielsweise die Qualität verschiedener Lebensbereiche des Nutzers verbessern.

Die Qualität bereits etablierter Produktkategorien wird aber nicht nur durch ihre Nützlichkeit und ihren Funktionsumfang bestimmt. Kunden erwarten heute von hochwertigen Produkten, dass sie durch sie motiviert, erfreut, begeistert, überrascht oder herausgefordert werden. Den Nutzer genau zu verstehen ist eine Grundvoraussetzung, um solche Produkte zu erschaffen.

Menschen-zentriertes Design ist aber selbst für so einfache Produkte wie eine Tasse oder eine Treppe wichtig. Unsere Umwelt und die Produkte, die wir benutzen, wirken sich unbewusst darauf aus, wie wir uns fühlen, was wir denken und wie wir uns verhalten. Für Designer kann es jedoch schwierig sein, diese unbewussten Effekte zu berücksichtigen, ohne sie gezielt zu untersuchen. Dieser psychologische Aspekt von Design wurde bislang vermutlich stark unterschätzt.

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Neue Technologien erlauben eine völlig neue Art des Designs.

Doch was für iteratives Design gilt, trifft auch auf menschen-zentriertes Design zu. In der Praxis fehlen häufig die Kapazitäten, um tatsächlich menschen-zentriertes Design durchzuführen. Das erklärt vermutlich, weshalb es noch immer ein Alleinstellungsmerkmal ist, wenn ein Produkt auf diese Weise entwickelt wurde. Der entscheidende Punkt ist aber: selbst wenn ein Produkt iterativ und menschen-zentriert entwickelt wird, ist es lediglich eine Frage der Zeit, bis es durch neue Entwicklungen und sich verändernde Rahmenbedingungen überholt wird. Um das zu vermeiden, sollten wir unsere Definition von gutem Design überdenken und die Verantwortung des Designers neu bewerten.

Eine neue Definition von Design

Design sollte nicht als ein Prozess gesehen werden, bei dem ein Genie aus Beobachtungen der Umwelt und seiner eigene Muse die finale Lösung auf ein Problem entwirft. Ein Design sollte vielmehr als ein Nährboden verstanden werden, der natürliche Prozesse ermöglicht.

Ein Design sollte als ein Nährboden verstanden werden, der natürliche Prozesse ermöglicht. #naturalDesign

Gutes Design sollte berücksichtigen, dass sich die Bedingungen im Minutentakt ändern können. Es kann daher keine finale Produktlösung für ein bestimmtes Problem geben. Ein vordefiniertes und starres Produkt kann nur ausreichend sein, so lange sich die Umstände noch nicht zu sehr gewandelt haben. Deshalb werde alte Gebäude irgendwann abgerissen und überholte Technik weggeworfen. So muss es aber nicht sein. Irgendetwas läuft doch falsch, wenn Dinge entsorgt werden müssen, die noch einwandfrei funktionieren, nur weil ihr Design die Bedürfnisse nicht mehr erfüllen kann.

Natürliche Objekte besitzen hingegen eine zeitlose Schönheit. In gewisser Weise können sie als schöner und anspruchsvoller bezeichnet werden als alles, das je von Menschen geschaffen wurde. Die feinen Strukturen biologischer Organismen, die komplexen Mechanismen der Physik und die sensible Empfindsamkeit der menschlichen Haut sind natürliche Designs, die uns zum Staunen bringen können. Es ist kein Wunder, dass Menschen die Natur bis ins Detail studieren und versuchen sie mit ihren Designs zu imitieren. Einige der größten menschlichen Errungenschaften wären ohne die Natur als Vorbild nicht möglich gewesen.

Damit sich ein Design veränderlichen Bedingungen anpassen kann, muss es natürliche Prozesse zulassen. Natürliches Design zeichnet sich aus meiner Sicht durch eine Reihe von Eigenschaften aus.

Offenheit

Die Inhalte eines offenen Designs sind nicht von Beginn an definiert. Vielmehr ermöglicht es Nutzern, es mit Informationen und anderen Inhalten zu füllen und ihren Bedürfnissen entsprechend zu verwenden. Dieser Ansatz ist unter anderem in der Stadtplanung verbreitet, wo die Nutzung verschiedener Räume häufig nur grob geplant wird. Ein Gebäude kann beispielsweise im Erdgeschoss mit ausreichenden Wasseranschlüssen ausgestattet sein, sodass dort eine Bewirtschaftung stattfinden kann. Der Architekt oder Stadtplaner hat aber nicht unbedingt festgelegt, ob es sich dabei um ein Restaurant, eine Eisdiele oder gar eine Schul-Cafeteria handeln soll.

Offenheit bezieht sich nicht nur auf das Produkt oder den Ort selbst, sondern auch auf Gesetze und Regeln, die damit in Verbindung stehen. So könnte durchaus jemand das zuvor genannte Erdgeschoss mieten und als Büro nutzen, sofern dies nicht mit den Interessen der übrigen Nutzer des Gebäudes kollidiert. In dieser Hinsicht geht Offenheit Hand in Hand mit der nächsten Eigenschaft.

Beteiligung

Dieser Punkt wird Designern bekannt vorkommen, die sich bereits mit menschen-zentriertem Design auseinander setzen. Produkte sollten jedoch nicht nur menschen-zentriert entwickelt werden, sondern auch nach ihrer Erschaffung noch Menschen mit einbeziehen. Teil des Designs sollte also auch sein über Möglichkeiten nachzudenken, wie die Nutzer eines Produkts an seiner ständigen Weiterentwicklung mitwirken können.

Eine Hotline, deren Nummer so auf einer Webseite versteckt ist, dass nur die besonders frustrierten Kunden sie finden, scheint kein guter Start zu sein. Und was geschieht, wenn eine Person am Telefon wertvolles Feedback gibt? Haben die Telefonberater die Möglichkeit, dieses Feedback schnell an eine Person weiterzuleiten, die dann entsprechende Schritte einleiten kann? Es ist wichtig, dass diese Form der Beteiligung in das Produkt selbst verwoben wird. Alibi-Umfragen und –Hotlines sind da wahrscheinlich die Mühe nicht wert.

Reaktionsfähigkeit

Auch in kleinerem Umfang sollte ein Produkt auf aktuelle Veränderungen und Anforderungen reagieren können. Beteiligung eignet sich, um Einstimmigkeit in Bezug auf die langfristige Weiterentwicklung eines Produkts zu erzielen. Reaktionsfähigkeit hingegen erlaubt es einem Produkt, sich dem Nutzer im tatsächlichen Moment der Nutzung anzupassen.

Die Bestandteile von Reaktionsfähigkeit sind Sensibilität und Flexibilität. Sensitivität kann durch den Einbau von Sensoren und die Anwendung von Algorithmen erreicht werden. Daten sollten dabei immer nur in dem Maße gesammelt werden, in dem sie zur Steigerung der Sensitivität des Produkts nötig sind. Sie sollten jedoch nicht dazu eingesetzt werden, um Nutzer auszuspähen oder sie für Werbezwecke zu verkaufen. Das ist nicht nur eine Frage von Privatsphäre und Würde der Nutzer. Es ist auch notwendig, um auf Seiten der Nutzer ein Vertrauen in das System aufzubauen. Flexibilität wiederum kann durch moderne Materialien oder Naturstoffe realisiert werden. So kann ein Produkt seine Form und Funktionalität passend zur Umgebung verändern.

Modularität

Ein modulares Produkt erlaubt es Nutzern, es in Teile zu zerlegen und diese in verschiedener Weise zu kombinieren. Modularität erlaubt es einem Produkt, sich seinem Nutzer hinsichtlich Funktionsumfang, eingesetzter Ressourcen und Preis anzupassen. Darüber hinaus kann ein modulares Produkt auch agil entwickelt werden. Agile Entwicklung zeichnet sich durch kleine Entwicklungs-Kreisläufe aus, bei denen jeder Durchlauf mit einem gebrauchsfähigen Produkt abschließt, das eine etwas höheren Wert hat als das zuvor. Ein Entwicklungs-Kreislauf kann dabei nicht nur mit einem neuen Produktteil enden, sondern auch die Revision eines bestehenden Moduls zum Gegenstand haben.

Ein weiterer Vorteil von Modularität: Sie erlaubt es zu einem späteren Zeitpunkt, Produktbestandteile auszutauschen, sodass ein Produkt nicht vollständig entsorgt werden muss, weil ein einzelner Bestandteil defekt oder unpassend ist.

Wiederverwendbarkeit

Seit Nachhaltigkeit zu einem wichtigen Thema in vielen modernen Unternehmen geworden ist, wird dieser Aspekt wenig neu erscheinen. Viele Produkte sind jedoch nach wie vor nicht wiederverwendbar, was diesen Punkt umso wichtiger macht. Wiederverwendbarkeit ist dabei nicht nur dann gegeben, wenn ein Produkt nach der Nutzung verwertet und in ein neues Produkt umgewandelt werden kann. Ein Produkt ist auch dann wiederverwendbar, wenn es in unterschiedlichen Zusammenhängen eingesetzt werden kann.

Entsprechend sollten die Materialien des Produkts entweder eine hohe, langlebige Qualität besitzen, oder leicht verwertbar sein. Insbesondere bei neuer Technologie kann man gelegentlich den Eindruck gewinnen, dass hier Sollbruchstellen eingearbeitet werden, sodass selbst zufriedene Kunden ihr Produkt irgendwann austauschen müssen. Selbst wenn das nicht im Kalkül des Produzenten liegt, wird es sich auf die allgemeine Sympathie zur Marke negativ auswirken.

Verbindung

Verschiedene Produkte sowie die Bestandteile eines Produkts sollten in einer Verbindung stehen, sodass sie ein allgemeines Gleichgewicht herstellen können. Dabei kann es sich nicht nur um eine digitale, sondern beispielsweise auch um eine organisationale Verbindung handeln. Digitale Verbindungen über das Internet haben jedoch den Vorteil, Informationen besonders schnell übertragen zu können. Das Internet of Things (IoT) ist deshalb eine wirkliche Chance, um Produkte intelligenter und anpassungsfähiger zu machen.

Auf diese Weise kann die Funktionalität, die Form und der Ort eines Produktes von Umweltbedingungen und anderen Produkten abhängig gemacht werden. In der Natur lässt sich dieses Muster an vielen Stellen beobachten. Zum Beispiel beschreib Diffusion den Prozess, bei dem sich Partikel mit der Zeit gleichmäßig in einem Raum verteilen. Der Ort eines Partikels hängt also von dem Ort der anderen Partikel ab. Verbindung meint auch, dass ein Produkt als Teil eines größeren Systems angesehen werden sollte.

Natürlichkeit

Wenn ein Design natürlich sein soll, spielen natürliche Materialien selbstverständlich eine wichtige Rolle. Diese Materialien haben nicht nur den Vorteil, dass sie Menschen mit ihrer eigenen Natürlichkeit in Verbindung bringen und „erden“ können, sondern besitzten auch funktionelle Vorzüge. So kann Holz störende Geräusche absorbieren und Pflanzen die Luftqualität verbessern. Teil eines natürlichen Designs sollte daher sein, nicht nur Menschen sondern auch der Natur die Möglichkeit zu geben, sich das Produkt anzueignen. Zudem sollten die Nutzer eines Produkts wie etwa eines Gebäudes einen unkomplizierten Zugang zur Natur erhalten, etwa durch einen Gemeinschaftsgarten. Hierzu sollten die Grenzen zwischen Natur und Produkt aufgebrochen werden.

Diese sieben Prinzipien natürlichen Designs können nicht nur auf Produkte, sondern auch auf Dienstleistungen oder die Strukturen von Organisationen angewendet werden. Ziel dieses Artikels ist es, das Bewusstsein für diese Eigenschaften zu verstärken, die bislang in vielen modernen Designs noch wenig aufgegriffen werden.

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